Holten + Eickelkamp

Von der Muttergemeinde zum 1. Bezirk der Ev. Kgm. Holten-Sterkrade

Evangelische Kirche in Holten

Holten ist der älteste Stadtteil Oberhausens. In früher Zeit eine kleine Bauernsiedlung in einer Moorlandschaft mit einer Burg erhielt es 1310 von Graf EngeIbert II. von der Mark die Stadtrechte. Eine Kirche gab es in Holten zu dieser Zeit noch nicht. Die für Holten zuständige Kirche stand in Walsum.

Ihre Pfarrerin vor Ort: Christiane Wilms

Ihre Pfarrerin vor Ort: Christiane Wilms

Ihr Pfarrer vor Ort: Henning Wilms

Ihr Pfarrer vor Ort: Henning Wilms

Nach einem längeren Streit mit den Ordensleuten in Walsum ist schließlich vereinbart worden, den großen Kirchenbezirk Walsum zu teilen und in Holten eine eigene Kirchengemeinde zu erlauben. Der über diese Abmachung niedergelegte Schriftsatz vom 13. Juli 1319 ist die Gründungsurkunde der Kirchengemeinde Holten. Mit dem Bau der Kirche ist bald danach begonnen worden. In Backsteinbauweise entstand eine dreischiffige frühgohtische Kirche von 30 Meter Länge und 15,5 Meter Breite.

In der Reformationszeit neigten die Holtener Bürger der neuen Lehre zu und Mitte des 16. Jahrhunderts wurden evangelische Gottesdienste gehalten. Der damalige clevische Herzog Wilhelm förderte die neue Glaubensrichtung. Einen Rückschlag gab es, als spanische Truppen im Zuge des niederländisch-spanischen Krieges am Niederrhein stationiert wurden und auch Holten besetzten. Ein Strafgericht brach über die Anhänger des neuen Glaubens herein. Der spanische Feldobrist sah sich als ein Werkzeug Gottes zur Ausrottung der Ketzerei. Holten, wie auch andere eroberte Städte, erklärte sich bereit, wieder zum alten Glauben zurückzukehren. Von den Spaniern wurden Jesuiten in den Kirchen eingesetzt und die Messe wieder nach katholischem Ritus begangen. Die Rückkehr zum katholischen Glauben war jedoch nicht von Dauer. Nach Abzug der spanischen Truppen hatte Holten zwar Pfarrer mit katholischer Gesinnung unter ihnen aber auch solche, die Veränderungen entsprechend der lutherischen Lehre zuließen. Schließlich wurde mit dem Übergang an die Herrschaft Brandenburgs nach dem Tod des letzten Clever Herzogs im Jahr 1609 die evangelische Richtung in Holten wieder fest installiert. Die Entwicklung im Clever Land war jedoch nicht einheitlich. Katholisch blieben Emmerich, Hamborn, Walsum, Sterkrade und zum Teil Dinslaken.

Die Holtener Kirche war über 600 Jahre alt, als sie während des letzten Krieges 1944 durch Bomben schwer beschädigt wurde. Geldmangel verhinderte den Wiederaufbau gleich nach Kriegsende. Erst 1955 konnte mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Beim Neubau entschloss man sich, Altes mit Neuem zu verbinden. So hat das frühgotische Seitenschiff wieder seine ursprüngliche Form erhalten, während das Hauptschiff und das südliche Seitenschiff in modernem Gewand aus Beton, Stahl und Glas gestaltet wurde.

Das großzügig angelegte Südfenster lässt viel Licht in das Kircheninnere strömen. Es hat das jüngste Gericht zum Thema. Dargestellt ist die Wiederkunft Christi, symbolisiert durch die Erscheinung des Kreuzes, das im Licht des Feuers über der Erde erstrahlt.

Die drei alten Glocken – die älteste stammt aus dem Jahr 1414, die anderen von 1453 – sind im Turm der erneuerten Kirche wieder zu hören. Mit ihrem Geläut ist eine Legende verbunden: So soll sich Schlossherrin Mechthild während eines Abendspaziergangs im Moor verirrt und erst durch das Abendläuten wieder zurückgefunden haben. Aus alter Tradition läutet die Glocke heute noch jeden Abend um 21 Uhr einige Minuten lang.

Evangelisches Gemeindezentrum Eickelkamp

Gottesdienste:


30. April 2017

BFG 10: A. Lizier

 

BFG: Biefang, Dienststr. 132
HOL: Holten, Schulstr. 3
FRK: Friedenskirche, Steinbrinkstr. 160
CHK: Christuskirche, Weseler Str. 99
DBH: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Mozartstr. 10

 

Download Gottesdienstplan:
März - Mai 2017