Dietrich-Bonhoeffer-Haus

Ein Bezirk mitten in Mutter Natur

Evangelisches Gemeindezentrum Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Vorderseite.

Abseits von der viel befahrenen Kirchhellener Straße liegt am Kopf der Sackgasse Mozartstraße das Dietrich-Bonhoeffer-Haus, idyllisch gelegen und von der Heide umgeben. 1963 wurde der Bezirk „Mozartstraße“ innerhalb der Kirchengemeinde Sterkrade selbständig. Der neue Bezirk war wegen der ständig wachsenden Bevölkerungszahl im Gebiet um den Reinersbach nicht mehr durch die Pfarrer der Friedens- und Christuskirche kirchlich mitzuversorgen, weil auch deren Bezirke größer wurden. So beschloss das Presbyterium einen neuen Bezirk zu schaffen.

Ihre Pfarrerin vor Ort: Wiebke Reinhold

Ihre Pfarrerin vor Ort: Wiebke Reinhold

Mit der Errichtung dieses 4. Bezirks ist der Name der Pastorin Röttger-Nolzen eng verbunden. Im Mai 1952 kam sie als Vikarin nach Sterkrade. Nach dem damaligen Kirchengesetz konnten Frauen kein selbständiges Pfarramt übernehmen. Sie waren Hilfskräfte in der Gemeinde, zugelassen für die Arbeit mit Kindern Jugendlichen und Frauen. Predigen durfte sie nur im Kindergottesdienst. Eine Frau auf der Kanzel, das war für viele Menschen in dieser Zeit unvorstellbar. 1962 wurde sie als erste Pastorin der Rheinischen Kirche überhaupt in ihr Amt eingeführt.

Aber sie war eine Pastorin ohne Kirche. Die benachbarte Melanchthonschule gewährte Gastrecht. So fanden in den Jahren 1963-67 Gottesdienste in der dortigen Eingangshalle und im Treppenaufgang statt. Die Frauenhilfe traf sich in den Klassenräumen. Jede Frau brachte damals ihr eigenes Kaffeegeschirr mit.

Improvisation prägte das Leben der Gemeinde. Und die Gemeinde ist bis heute spontan geblieben. 1967 wurde eine Notkirche in Fertigbauweise erstellt. Das gleichzeitig entstandene Pfarrhaus wurde in den Anfangsjahren im Obergeschoss als Küsterwohnung genutzt und der untere Bereich samt Garage für Gemeindegruppen und als Jugendheim. 1975 erfolgte eine Teilerweiterung um einen Gemeindesaal und 1986 der letzte Neu- und Anbau mit Foyer und Kinder- und Jugendbereich. Seither präsentiert sich das Dietrich-Bonhoeffer-Haus in seiner heutigen Form. Anlässlich des zehnjährigen Bezirksbestehens ist das Dietrich-Bonhoeffer-Haus 1973 übrigens durch einen Wettbewerb zu seinem Namen gekommen.

Das DBH, wie es kurz genannt wir, zeichnet sich aus durch eine vielfältige bunte Gottesdienstkultur: angefangen beim „normalen“ Sonntagsgottesdienst über monatliche Familiengottesdienste mit anschließendem selbstgekochtem Mittagessen, bis hin zu Taizégottesdiensten, Gottesdiensten zum Mitreden und Gottesdiensten für die Allerkleinsten.

Ein Schwerpunkt liegt zurzeit im Kleinkinderbereich. Die Kinder- und Jugendarbeit setzt gerade erst neu ein. Neben der Frauenhilfe gibt es einen Kreis für „Frauen 40+“, Bibelgesprächskreis und viele andere Gruppen. Ein musikalischer Schwerpunkt ist durch den Chor „Um Himmels Willen“ am Haus gegeben. Im Bezirk setzen wir auf Teamarbeit, Offenheit und ein lebendiges Haus, in dem sich Jung und Alt wohl fühlen können.

Evangelisches Gemeindezentrum Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Rückseite

Gottesdienste:


30. April 2017

BFG 10: A. Lizier

 

BFG: Biefang, Dienststr. 132
HOL: Holten, Schulstr. 3
FRK: Friedenskirche, Steinbrinkstr. 160
CHK: Christuskirche, Weseler Str. 99
DBH: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Mozartstr. 10

 

Download Gottesdienstplan:
März - Mai 2017